15.11.2017

Abschied von Eva Stichová

27. Juni 1927 – 5. November 2017

   

Eva Stichová, geb. Beldová, wurde am 27. Juni 1927 in Nový Bohumín geboren und wuchs in Prag auf. Im September 1942 wurde sie in das Ghetto Theresienstadt deportiert und im Mädchenheim L 410 untergebracht. Im Oktober 1944 wurde sie in das KZ Auschwitz-Birkenau verschleppt. Ihre Eltern wurden in Auschwitz ermordet. Eva Stichova wurde nach wenigen Tagen in das Außenlager Freiberg des Konzentrationslager Flossenbürg verlegt. Dort musste sie in einer Flugzeugfabrik Zwangsarbeit leisten. Nach der Evakuierung des Außenlagers am 14. April 1945 kam Eva Stichová mit einem Transport in das KZ Mauthausen, wo sie am 5. Mai 1945 von den Amerikanern befreit wurde.

Eva Stichová kehrte nach Prag zurück, gründete eine Familie und arbeitete als Lehrerin. Seit dem Jahr 2000 besuchte Eva Stichová jährlich die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Sie sprach bei uns zu hunderten von Schülerinnen und Schülern. Mit ihrer Herzenswärme erreichte und bereicherte sie unzählige Menschen. Zuletzt konnten wir sie 2012 beim Treffen der ehemaligen Häftlinge hier begrüßen. Am 5. November ist sie in Prag im Alter von 90 Jahren gestorben.

 

Wir trauern um Eva Stichová und werden sie unendlich vermissen.

 

Dr. Jörg Skriebeleit und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg