07.07.2018

DEUTSCHER KAMERAPREIS für den Dokumentarfilm »Todeszug in die Freiheit«

Sorin Dragoi hat den renommierten DEUTSCHEN KAMERAPREIS für seine Arbeit an dem Film »Todeszug in die Freiheit« (BR 2018) gewonnen. Der Film rekonstruiert einen Transport vom Flossenbürger Außenlager Leitmeritz in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs und die Hilfs- und Rettungsaktionen der tschechischen Bevölkerung. In der Begründung der Jury heißt es: »dem Kameramann ist es gelungen, mit ausgezeichnet kadrierten Bildern minimalistisch eine Geschichte zu erzählen, die berührt und uns gefangen hält in einer unfassbar schrecklichen Zeit. Mit seinen Bildern greift er die Ästhetik des zufällig entstandenen historischen Materials auf und schafft damit eine Brücke zwischen damals und heute. Leise, unaufgeregte Bilder transportieren subtil das beklemmende und bedrohliche Szenario«. Der Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Dr. Jörg Skriebeleit, hob in seiner Laudatio die hohe Professionalität des Kamerateams unter Leitung von Soren Dragoi und allen an der Produktion Beteilgten hervor. Der Dokumentarfilm hebe sich nicht nur vom täglichen Histotainment auf diversen TV-Kanälen ab, er löse auch den Anspruch der Beteiligten ein, eine These zur "Zukunft der Erinnerung" und der Tradierung von Geschichtsbewußtsein zu formulieren, lobte Skriebeleit.

ZUSAMMENSCHNITT DER PREISVERLEIHUNG VOM 7. Juli 2018 IN DER WDR-MEDIATHEK