05.11.2017

Informationstafeln für KZ-Grabstätten des ehem. Außenlagers Hersbruck

Die Stiftung Bayerische Gedenkstätten/KZ-Gedenkstätte Flossenbürg hat in Hubmersberg (Gde. Pommelsbrunn), Förrenbach und Schupf (Gde. Happurg) Informationstafeln an drei KZ-Grabstätten errichtet. Mit Mitteln des Freistaats wurden drei Tafeln realisiert, die an den ehemaligen Verbrennungsstätten Hubmersberg und Schupf sowie beim ehemaligen Krematorium in Förrenbach über deren Geschichte informieren.

Seit Januar 2016 informiert eine Dauerausstellung in Hersbruck und Happurg über die Geschichte des Außenlagers und die Schicksale der Häftlinge. Die Stiftung Bayerische Gedenkstätten und die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg haben dafür bewusst den Ort der Zwangsarbeit in Happurg und den Ort der Unterbringung in Hersbruck als Standorte gewählt.

Von nahezu 9.000 Häftlingen, die zwischen Mai 1944 und April 1945 im zweitgrößten Außenlager-Komplex des KZ Flossenbürg Zwangsarbeit leisten mussten, fielen fast 4.000 Menschen den extrem harten Arbeitsbedingungen, Krankheiten sowie den Schikanen von SS und Baufirmen zum Opfer. Aufgrund der rasch steigenden Sterberate ließ die SS die Leichen ab Herbst 1944 in Waldstücken bei Hubmersberg (Gde. Pommelsbrunn) und Schupf (Gde. Happurg) Tote verbrennen. 

Nach dem Krieg wurden an allen drei Orten zunächst provisorische Denkmale, später massive Monumente errichtet. Das Denkmal in Förrenbach wurde beim Bau des Happurger Stausees versetzt. 

Mit der Aufstellung von Informationstafeln folgen die Stiftung und die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg auch einem Wunsch vieler örtlicher Akteure. Insbesondere die Stadt Hersbruck und die Gemeinde Happurg sowie der Verein Dokumentationsstätte KZ Hersbruck haben sich seit vielen Jahren dafür eingesetzt, den KZ-Außenlager-Komplex und insbesondere auch die entlegenen Grabstätten stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rufen. Dazu dient auch die jährliche Gedenkstunde, zu der Landtags-Vizepräsident a.D. Dr. Helmut Ritzer für Samstag, 11.11., beim Mahnmal für die Opfer des KZ-Außenlagers Hersbruck in Schupf einlädt.