
Die Ausstellung »Konzentrationslager Flossenbürg 1938-1945« in der ehemaligen Wäscherei bietet über sechzig Jahre nach der Befreiung des KZ erstmals das, was man von einer historischen Ausstellung an einem Ort wie Flossenbürg erwarten muss: Zu sehen sind Objekte, Fotos, Filme, Kunstwerke und Dokumente zur Lagergeschichte. Texte liefern eine Erzählung des Geschehens.
Dass es, parallel zum Vergessen des Ortes, auch ein großes Defizit in der Forschung gab und dass wir auf keine Sammlung von Relikten des Konzentrationslagers zurückgreifen konnten, war für das Ausstellungsprojekt nicht nur ein große Hürde, sondern auch eine große Chance: Alles, was wir ausstellen wollten, musste in nationalen und internationalen Archiven, Museen und Sammlungen aktuell recherchiert werden. Der Aufbau einer Häftlingsdatenbank, die Erschließung erworbener Archivbestände, Funde archäologischer Grabungen und die mehrjährige Forschungsarbeit zu den Außenlagern ermöglichten eine Ausstellung auf dem neuesten wissenschaftlichen Forschungsstand.
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