was bleibt
Nachwirkungen des Konzentrationslagers Flossenbürg
Unter diesem Titel eröffnete die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg am 10. Oktober 2010 eine neue Dauerausstellung in der ehemaligen Häftlingsküche. Damit wurde den komplexen Folgen der nationalsozialistischen Konzentrationslager zum ersten Mal eine eigene Ausstellung gewidmet. Die widersprüchlichen Nachwirkungen des Konzentrationslagers Flossenbürg werden dabei in die Zeitgeschichte vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute eingebettet. So weist die Geschichte dieses Konzentrationslagers weit über Flossenbürg hinaus und steht stellvertretend für viele Orte.
Die Ausstellung »was bleibt – Nachwirkungen des Konzentrationslagers Flossenbürg« beschäftigt sich mit vier Leitfragen:
Was geschah mit den Orten? Wie und von wem wurde das ehemalige Konzentrationslager Flossenbürg verändert, aber auch die vielen (Tat-)Orte der Außenlager und Todesmärsche?
Wie verarbeiteten die Überlebenden Trauer und Verlust? Wie konnten sie ein neues Leben beginnen, was motivierte sie, ihr Schicksal als Zeitzeugen zu vermitteln?
Wie wurden die Verbrechen der Täter geahndet? Wie stellte sich die deutsche Gesellschaft zu Schuld und Verantwortung?
In welcher Form entwickelte sich die Erinnerung an das KZ Flossenbürg? Wer waren die Träger des Gedenkens, welche Gruppen wurden lange Zeit vergessen?
Diese vier Leitfragen sind entlang eines chronologischen Erzählstranges angeordnet. Die Chronologie ist in sieben Perioden gegliedert, die aufgrund übergeordneter zeitgeschichtlicher Zäsuren und konkreter rezeptionsgeschichtlicher Ereignisse definiert wurden:
Schwellensituation Befreiung
(Frühjahr 1945)
Übergang und Neuordnung
(Sommer 1945 – 1950)
Schlussstrich und Integration
(1950 – 1958)
Verdrängen und Vergessen
(1958 – 1969)
Selektives Erinnern
(1970 – 1979)
Umstrittene Wiederentdeckung
(1980 – 1995)
Hinterlassenschaften
(1996 – 2010)
» Weiter |





