Außenlager Chemnitz

24. Oktober 1944 bis April 1945

Häftlinge

510 aus dem KZ Auschwitz überstellte Frauen, darunter 200 aus Russland, je 150 aus Polen und Italien (davon zahlreiche Sloweninnen), zehn Jugoslawinnen und fünf Kroatinnen

Zwangsarbeit und Unterbringung

Fertigung von Metallteilen für Flugzeuge und MG für die Astrawerke AG Chemnitz. Die Produktion findet im Zweischichtbetrieb in zwei Werken statt. Untergebracht sind die Frauen im oberen Stockwerk einer Halle mit vergitterten Fenstern im Werk I (Altchemnitzer Straße).

Bewachung

Kommandoführer Willing, 30 Aufseherinnen und acht Wachmänner.

Todesopfer

Zwei Tote.

Auflösung / Kriegsende

Im April 1945 wird das Außenlager evakuiert und die Frauen werden zunächst nach Leitmeritz gebracht. Von dort aus müssen sie in das nahe gelegene Außenlager Hertine marschieren und für etwa weitere zwei in der Munitionsherstellung arbeiten. Um den 8. Mai 1945 werden sie von der Roten Armee befreit.

Heutige Gedenkzeichen

Keine. Das Werk I ist heute als Bildungseinrichtung genutzt, das ehemalige Verwaltungsgebäude ist Amtssitz des Regierungsbezirks Chemnitz.
Chemnitz - Bild 1Ehemaliges Hauptgebäude der Astra-Werke Chemnitz, 2006. In diesem Werk mussten die Frauen arbeiten.