Außenlager Ganacker

20. Februar 1945 bis 24. April 1945

Häftlinge

500 vorwiegend jüdische Häftlinge aus Polen, Ungarn, Frankreich und Griechenland; daneben Russen, Polen, Franzosen, Belgier, Tschechen und Deutsche; insgesamt Häftlinge aus 17 Nationen.

Zwangsarbeit und Unterbringung

Wege- und Planierungsarbeiten auf dem Fliegerhorst Ganacker, Entladen von Waggons, Kiesabbau. Als Unterkünfte dienen zunächst eine Kohlenhalle mit vernagelten Fenstern, eventuell ein Fliegerhangar und ein Schafstall auf dem Fliegerhorst. Ab März müssen die Häftlinge so genannte Finnenzelte aufbauen, das sind ausgehobene Erdlöcher mit Zeltdächern. Täglich müssen die Gefangenen fünf Kilometer zwischen Lager und Fliegerhorst zurücklegen.

Bewachung

Kommandoführer Donath und 50 SS-Bewacher.

Todesopfer

Mindestens 138 Todesfälle sind nachweisbar.

Auflösung / Kriegsende

Das Lager wird am 24. April 1945 evakuiert. Viele der im Lager zurückgelassenen Häftlinge werden erschossen, da sie gehunfähig sind, oder sterben an Unterernährung, bevor das Lager am 29. April befreit wird. Während des Evakuierungsmarsches gibt es weitere Todesopfer unter den Häftlingen, die bei Eggenfelden von der amerikanischen Armee befreit werden.

Heutige Gedenkzeichen

Zwei Gedenksteine erinnern an das Außenlager und den ehemaligen KZ-Friedhof.
Ganacker - Bild 1Gedenkstein für das Außenlager Ganacker, 2009. Bei der Kapelle St. Sebastian zwischen Ganacker und Wallersdorf befinden sich zwei Gedenksteine für 149 Opfer des Außenlagers.