Außenlager Lobositz (Lovosice) "Radio Lobositz"

20. Mai 1944 bis 7. Mai 1945

Häftlinge

Zunächst zehn Häftlinge aus Flossenbürg, später kommen 14 weitere aus Neuengamme hinzu. 24 ausgebildete Rundfunkmechaniker und Radiotechniker aus Frankreich, Belgien, Deutschland, Polen und anderen Ländern.

Zwangsarbeit und Unterbringung

Die Radiomechaniker sind im Gestapogefängnis in der Kleinen Festung Theresienstadt einquartiert und im ehemaligen Armeelager in Leitmeritz untergebracht. Die Techniker inventarisieren ein Lager von Radioempfängern und richten eine radiotechnische Werkstatt ein. Im Außenlager Leitmeritz wird das "Kommando Radio Lobositz" beim Bau der unterirdischen Werkanlagen zur Ausführung der Elektroinstallation eingesetzt.

Bewachung

Die aus Kriegsinvaliden zusammengesetzte Wache behandelt die Häftlinge gut. Auch von den Angehörigen des SS-Amtes werden sie anständig behandelt. Sie erhalten zusätzliche Verpflegung und können über tschechische Zivilisten Pakete empfangen.

Todesopfer

Zwei Tote.

Auflösung / Kriegsende

Am 7. Mai 1945, einen Tag vor der Befreiung durch die Rote Armee, wird das Außenlager aufgelöst und die verbliebenen Häftlinge erhalten Entlassungsdokumente.

Heutige Gedenkzeichen

Keine.
Lobositz (Lovosice) "Radio Lobositz" - Bild 1Aufstellung der Häftlinge des Kommandos „Radio Lobositz“, 1944, Nationalarchiv Prag.