Außenlager Nürnberg (SS-Kaserne)

12. Mai 1941 bis April 1945

Häftlinge

1941 kommen 58 Häftlinge (Deutsche, Polen, Tschechen) aus Dachau in die SS-Kaserne. Später schwankt die Zahl der Gefangenen zwischen 41 und 175, nach Aussagen von Häftlingen zwischen 100 und 300.

Zwangsarbeit und Unterbringung

Die meisten Häftlinge arbeiten in der SS-Kaserne für die »Bauleitung der Waffen-SS und Polizei Nürnberg«, einige für die SS-Nachrichten-Ersatz-Abteilung. Die Handwerker legen Leitungen, bauen Garagen und decken Dächer im Kasernenbereich. Im Keller eines Nebengebäudes der SS-Kaserne sind sie untergebracht. Nach den Luftangriffen auf Nürnberg müssen die Häftlinge gefährliche Räumarbeiten leisten. Unter anderem bauen sie zerstörte Rüstungsbetriebe wie die Lastwagenfirma Faun wieder auf. Von Nürnberg aus wird auch das kleine Außenlager Eichstätt aufgebaut. Die Verhältnisse im Außenlager Nürnberg sind besser als in Flossenbürg.

Bewachung

Von den zehn Kommandoführern wird Kurt Schreiber als brutal geschildert.

Todesopfer

Keine Toten nachgewiesen.

Auflösung / Kriegsende

Die Evakuierung erfolgt im April 1945. Der Großteil der Häftlinge erreicht am 26. April 1945 das KZ Dachau.

Heutige Gedenkzeichen

Seit 2007 hängen im Durchgang der ehemaligen Kaserne zwei Informationstafeln.
Nürnberg (SS-Kaserne) - Bild 1Luftaufnahme der SS-Kaserne, ohne Datum, Archiv Foto, Marburg. Die SS-Kaserne ist in der Bildmitte rechts zu erkennen. Im Hintergrund sieht man die Kongresshalle und das Reichsparteitagsgelände.