Außenlager Plauen (Industriewerke)

September 1944 bis 14. April 1945

Häftlinge

300 Frauen aus dem KZ Auschwitz, davon über 200 Polinnen, 40 Russinnen, 35 Italienerinnen, 4 Jugoslawinnen und eine Kroatin.

Zwangsarbeit und Unterbringung

Wegen Typhusverdacht kommen die Frauen zunächst drei Wochen in Quarantäne. Danach arbeiten sie in der Herstellung verschiedener Lampentypen für die Firma Osram; nach Bombenangriffen Einsatz zu Aufräumarbeiten. Im Dachgeschoss der Industriewerke, einer stillgelegten Textilfabrik, sind die Frauen einquartiert, die Häftlingsküche ist im Keller eingerichtet.

Bewachung

Oberaufseherin Hildegard Naujokat und 18 Aufseherinnen. Kommandoführer Dziobaka ist für alle drei Außenlager in Plauen verantwortlich.

Todesopfer

Keine Toten nachgewiesen.

Auflösung / Kriegsende

Das Lager wird am 14. April 1945 geräumt, die Häftlinge werden in Richtung Karlsbad (Karlovy Vary) getrieben und nach einem langen Todesmarsch bei Tachau (Tachov) befreit.

Heutige Gedenkzeichen

Heutige Gedenkzeichen: Keine.
Plauen (Industriewerke) - Bild 1Verlagerungskennblatt der Firma Osram, 1944, Bundesarchiv Berlin. Mit diesem Formular beantragt Osram die Verlagerung der Fertigung von Sonderlampen in die Industriewerke Plauen.Plauen (Industriewerke) - Bild 2Plan des Dachgeschosses der Industriewerke, 27. September 1944, Landesarchiv Berlin. In dem mit „Lager“ gekennzeichneten Raum sind die Häftlinge untergebracht, direkt neben ihren Arbeitsplätzen.Plauen (Industriewerke) - Bild 3Ehemalige Industriewerke in Plauen, 2006. Die Textilfabrik steht seit einigen Jahren leer.