Außenlager Porschdorf

3. Februar 1945 bis Mitte April 1945. Tarnname: »Schwalbe III«

Häftlinge

250 Männer, davon 180 Italiener, 21 Russen, je elf Belgier und Polen, zehn Deutsche und Angehörige sechs weiterer Nationalitäten.

Zwangsarbeit und Unterbringung

Die Häftlinge sind in einem abgelegenen Gebäude in einem stillgelegten Sandsteinbruch gegenüber dem Bahnhof Porschdorf untergebracht. Täglich müssen sie mehrere Kilometer zur Arbeit marschieren. Sie graben Stollen für die geplante Untertageverlagerung der Treibstoffindustrie, betonieren Sockel für Kompressoren und entladen Elbkähne.

Bewachung

Kommandoführer Gustav Göttling und 26 bis 29 großteils ältere Wachmänner

Todesopfer

In den Flossenbürger Nummernbüchern sind neun Todesopfer vermerkt. Weitere fünf Italiener sind auf dem Friedhof in Porschdorf beigesetzt.

Auflösung / Kriegsende

Das Lager wird Mitte April evakuiert und die Häftlinge werden auf einen Evakuierungsmarsch in Richtung Erzgebirge geschickt. Am 9. Mai 1945 werden sie bei Oelsen von der Roten Armee befreit.

Heutige Gedenkzeichen

Keine.
Porschdorf - Bild 1„Ochelbaude“ in Rathmannsdorf, Ortsteil Gluto, 2004. Hier waren die Häftlinge des Außenlagers Porschdorf untergebracht.Porschdorf - Bild 2Fundamentreste im Polenztal, 2007. Die Fundamente sollten dem Aufbau von Generatoren dienen.