Außenlager Siegmar-Schönau

Ende August 1944 bis 10. Dezember 1944

Häftlinge

Im August kommen 400 Juden aus dem KZ Auschwitz, davon knapp 390 aus Polen sowie einzelne aus sieben anderen Nationen. Ende November werden 50 ungarische Juden aus Flossenbürg nach Siegmar überstellt.

Zwangsarbeit und Unterbringung

Die Häftlinge sollen beim Panzermotorenbau der Wanderer-Werke eingesetzt werden. Nachdem das Werk jedoch am 11. September 1944 durch Bombentreffer zerstört wurde, müssen die Gefangenen Aufräumarbeiten leisten. Die Häftlinge sind ein einem Barackenlager untergebracht, abgezäunt und getrennt von Kriegsgefangenen und zivilen Zwangsarbeitern.

Bewachung

Kommandoführer Franz Reber und 33 SS-Wachmänner.

Todesopfer

Ein Häftling stirbt in Siegmar, ein weiterer kurz nach seiner Rücküberstellung in Flossenbürg.

Auflösung / Kriegsende

Am 10. Dezember 1944 werden die Häftlinge samt ihren Bewachern ins Außenlager Hohenstein-Ernstthal überstellt.

Heutige Gedenkzeichen

Keine.
Siegmar-Schönau  - Bild 1Wanderer-Werke in Siegmar-Schönau, um 1928, Deutsche Fotothek, Dresden.Siegmar-Schönau  - Bild 2Brief des Grundstückeigentümerns Erich Fuß an die Auto Union, 6. Oktober 1944, Staatsarchiv Chemnitz. Der Absender erklärt sich mit der Nutzung seiner Grundstücke für die Errichtung eines Häftlingslagers einverstanden.