Außenlager Stulln

Februar bis Mitte Oktober 1942. Das erste Außenlager des KZ Flossenbürg dient der SS offenbar als eine Art Pilotprojekt zum Einstieg in die Kriegswirtschaft.

Häftlinge

Zunächst über 70, schließlich mindestens 99 Häftlinge; vor allem Deutsche, daneben wenige polnische, russische und tschechische Häftlinge.

Zwangsarbeit und Unterbringung

Bau eines Kesselhauses für die VAW (Vereinigte Aluminium-Werke) Flussspatchemie. Die Häftlinge sind in einem streng abgegrenzten und mit Stacheldraht umzäunten Teil des Barackenlagers »Waldfrieden« untergebracht. Dort waren zuvor Kriegsgefangene und zivile Zwangsarbeiter einquartiert. Die Verhältnisse in Stulln sind relativ gut, die Verpflegung ist ausreichend. Die Häftlinge arbeiten auch mit deutschen Zivilangestellten zusammen.

Bewachung

Kommandoführer Schirner und SS-Wachmänner.

Todesopfer

Keine Toten nachgewiesen.

Auflösung / Kriegsende

Bereits nach einem halben Jahr wird das Außenlager mit dem Verweis auf dringendere Aufgaben aufgelöst. 99 Häftlinge werden am 17. Oktober ins Außenlager Dresden (SS-Pionierkaserne) überstellt.

Heutige Gedenkzeichen

Keine.