Außenlager Zschopau

21. November 1944 bis Mitte April 1945

Häftlinge

500 jüdische Frauen, davon fast 300 aus Ungarn, 137 aus Polen, 22 aus Frankreich, elf slowakische, je acht italienische und griechische Frauen. Die anderen kommen aus fünf weiteren Ländern.

Zwangsarbeit und Unterbringung

Herstellung von Teilen für Flugzeug- und Fahrzeugbau für die DKW (Teil der Auto Union). Zunächst sind die Frauen in der Zschopauer Bürgerschule untergebracht, dann im unmöblierten ersten Stock eines Fabrikgebäudes im Komplex des DKW-Werks.

Bewachung

Kommandoführer Happel, 12 SS-Bewacher, außerdem 19, später 21 Aufseherinnen.

Todesopfer

Fünf Todesfälle sind dokumentiert. Eine Hochschwangere entbindet in Zschopau. Das Kind wird getötet, die Frau überlebt.

Auflösung / Kriegsende

Die Frauen aus den Außenlagern Willischthal und Zschopau werden am 13. April 1945 in Viehwagen auf eine einwöchige Irrfahrt nach Theresienstadt geschickt. Sie bleiben bis zur Befreiung durch sowjetische Truppen Anfang Mai in Theresienstadt.

Heutige Gedenkzeichen

Am 8. Mai 2005 wurde, anlässlich des 60. Jahrestages des Kriegsendes, ein Gedenkstein für die Opfer des Außenlagers Zschopau und Wilischthal auf dem Zschopauer Friedhof eingeweiht, auf dem die Namen der in diesen Außenlagern verstorbenen Frauen eingraviert sind.
Zschopau - Bild 1Ehemaliges DKW-Werk Zschopau, 2005
Nach dem Krieg wurden hier die MZ-Motorräder produziert. Inzwischen stehen die Fabrikhallen weitgehend leer.
Zschopau - Bild 2Gedenkstein auf dem Friedhof in Zschopau für die Opfer der Außenlager Zschopau und Wilischthal, 2005
Foto: Pascal Cziborra
Zschopau - Bild 3Gedenkstein auf dem Friedhof in Zschopau für die Opfer der Außenlager Zschopau und Wilischthal, 2005 (Detail)
Foto: Pascal Cziborra