Ehemalige Häftlingsbaracken und Friedhof für KZ-Opfer in Hersbruck, Anfang der 1950er Jahre<br /><br />Die quer stehende Baracke im Vordergrund ist die ehemalige Lagerküche mit Latrine und Duschanlage. In der Bildmitte ganz im Hintergrund erkennt man den Michelsberg.
Ehemalige Häftlingsbaracken und Friedhof für KZ-Opfer in Hersbruck, Anfang der 1950er Jahre

 

Das KZ-Außenlager Hersbruck besteht aus circa 30 Gebäuden, zumeist Holzbaracken. Die Häftlingsbaracken des KZ-Außenlagers Hersbruck sind im Winter 1944/45 völlig überfüllt. Mehrere Häftlinge müssen sich eine Pritsche teilen. Wegen des feuchten Untergrunds fault der Barackenboden, Wasser tropft durch das Dach. Es gibt für die Häftlinge keine Heizmöglichkeit und keine ausreichenden Abortanlagen. Bis zu 35 Menschen sterben täglich an den Verhältnissen im Lager.

Nach der Befreiung 1945 wird auf dem ehemaliger Lagergelände ein Friedhof für dort zurückgelassene verstorbene Häftlinge angelegt. Diese Toten überführt man 1954 auf den Ehrenfriedhof nach Flossenbürg. Das Lagergelände wird mit einer Siedlung bebaut.

Zeichnung von Szmuel Laitner, nach 1945<br /><br />Der aus Polen stammende jüdische Häftling Szmuel Laitner hält seine Erinnerung an Hersbruck in Zeichnungen fest.
Zeichnung von Szmuel Laitner, nach 1945
 
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