Reichsarbeitsdienstkaserne Hersbruck, 1936
Reichsarbeitsdienstkaserne Hersbruck, 1936

Eine Kaserne des Reichsarbeitsdienstes dient ab 1944 als Kommandantur und Quartier für die SS des KZ-Außenlagers Hersbruck. Die SS verwaltet von diesem Gebäude aus das Außenlager, meldet entflohene Häftlinge der Gestapo, nimmt Befehle aus dem Hauptlager Flossenbürg entgegen und bestimmt Wachdienste der SS und Arbeitseinsätze der Häftlinge.

Die Hersbrucker SS zählt fast 400 Mann. Unter ihrem Kommando sind in Hersbruck über 9.000 Häftlinge gefangen, von denen fast jeder Zweite das KZ-Außenlager Hersbruck nicht überlebt.

Nach 1945 wird die ehemalige Kommandantur zur Hauptschule und später zum Finanzamt umgebaut. 1983 stiftet die DGB-Jugend Bayern vor diesem letzten noch erhaltenen Gebäude des KZ-Außenlagers einen Gedenkstein. Vorausgegangen waren heftige Kontroversen in Hersbruck.

Altes Finanzamt Hersbruck mit Gedenkstein, 2007
Altes Finanzamt Hersbruck mit Gedenkstein, 2007

2007 wird die ehemalige SS-Kommandantur abgerissen und an gleicher Stelle ein neues Finanzzentrum erbaut.


 
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