
- Häftlingslager in Rabstein (heute Rabštejn, Tschechien), Oktober 1944
(Privatbesitz)
Wie andere Hauptlager wird das KZ Flossenbürg ab 1942 zur Zentrale eines weit verzweigten Lagersystems. Seine annähernd 90 Außenlager erstrecken sich von Würzburg bis Prag und vom nördlichen Sachsen bis nach Niederbayern. In 25 Außenlagern befinden sich weibliche Häftlinge. Die Arbeitsbedingungen und Überlebenschancen der Häftlinge unterscheiden sich extrem.
Die Flossenbürger Kommandantur überstellt die Häftlinge an Firmen und SS-Einrichtungen und ist für deren Bewachung zuständig. Sie wickelt auch die monatlichen Zahlungen für die Zwangsarbeit der Häftlinge ab. Zunächst entscheidet noch der Beruf bei der Überstellung in bestimmte Außenlager. Gegen Kriegsende schiebt die SS die Gefangenen willkürlich zwischen Hauptlager und Außenlagern hin und her.
Zivile Behörden und Unternehmen sind an der Errichtung der meisten Außenlager beteiligt. Die Bevölkerung an diesen Orten wird oft zum ersten Mal mit KZ-Häftlingen konfrontiert. Häufig helfen Kriegsgefangene oder Zwangsarbeiter den Gefangenen. Vereinzelt verschaffen auch Deutsche den Häftlingen Nahrungsmittel oder leiten heimlich Briefe an deren Angehörige weiter. Harte Arbeit und schlechte Versorgung prägen den Alltag. Viele Häftlinge versuchen zu fliehen, meistens ohne Erfolg.
» Interaktive Karte der Außenlager



