10.07.2017

Buchvorstellung Fridolín Macháček: »Pilsen – Theresienstadt – Flossenbürg. Die Überlebensgeschichte eines tschechischen Intellektuellen« in Prag

10. Oktober 2017, 18 Uhr

Ein früh erschienener und außergewöhnlicher Erinnerungstext eines der ältesten Häftlinge im KZ Flossenbürg.
Buchvorstellung mit den Herausgebern Jörg Skriebeleit, Christa Schikorra und Jan Švimberský
Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren, Ječná 11,
CZ - 120 00 Praha 2
Eintritt frei

  Fridolín Macháček galt in der Ersten Tschechoslowakischen Republik als vorbildlicher patriotischer Intellektueller: Der Direktor des Pilsener Stadtmuseums war Historiker, Archivar, Museologe, Denkmalschützer, Heimatforscher, Kulturförderer, Lehrer, Herausgeber, Redakteur und Lektor in einer Person. Seine böhmisch-patriotischen Aktivitäten brachten ihn noch im Alter von 60 Jahren in Gestapo-Haft und in das Konzentrationslager Flossenbürg. Macháček überlebte dort nur dank der Hilfe seiner tschechischen Mithäftlinge.

Macháčeks Buch, das im Sommer 1946 unter dem Titel Plzeň – Terezín – Flossenbürg erschien, war eine der ersten in der Nachkriegs-Tschechoslowakei veröffentlichten Haftdokumentationen und der erste Erinnerungsbericht eines tschechischen Häftlings im KZ Flossenbürg. Als ausgebildeter Historiker nahm er für sich eine Beobachterrolle in Anspruch, die seine schreibende Verarbeitung der eigenen Haft in mehrfacher Hinsicht exzeptionell macht.


Fridolín Macháček
Pilsen – Theresienstadt – Flossenbürg

Die Überlebensgeschichte eines tschechischen Intellektuellen

Hg. von Christa Schikorra, Jörg Skriebeleit und Jan Švimberský. Aus dem Tschechischen übersetzt von Kathrin Janka
Reihe: Flossenbürger Forum (hg. von Jörg Skriebeleit im Auftrag der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg/ Stiftung Bayerische Gedenkstätten); Bd. 2,  Göttingen 2017
€ 19,90 (D) | € 20,50 (A)
304 S., 49 Abb., geb., Schutzumschlag, 14,0 x 22,2
ISBN: 978-3-8353-1886-1 (2017)