27.05.2017

»Kunst und KZ. Propaganda, Wahrnehmung, Verarbeitung« Vortrag von Dr. Jörg Skriebeleit im Kunstforum der Ostdeutschen Galerie Regensburg

27. Juli 2017

Begleitend zur Ausstellung „artige Kunst. Kunst und Politik im Nationalsozialismus“ veranstaltet das Kunstforum Ostdeutsche Galerie eine Vortragsreihe mit Experten aus verschiedenen fachlichen Bereichen. Der erste Referent Dr. Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, spricht am Donnerstag, 27. Juli, um 19 Uhr über „Kunst und KZ. Propaganda, Wahrnehmung, Verarbeitung“.

Anfang Juli wurde im Nationalmuseum in Krakau unter großer öffentlicher Aufmerksamkeit die Ausstellung „Face to Face. Kunst in Auschwitz“ eröffnet. In seiner Begrüßungsrede fragte der Direktor des Kunstmuseums, Andrzej Betlej, provokativ: Warum Nazi-Kunst ausstellen? Warum Dinge ausstellen, die schockierend sind? Sind die ausgestellten Werke überhaupt Kunst? Oder sind sie eher geschichtliche Überlieferungen? Um genau diese Fragestellungen geht es auch bei der Ausstellung „artige Kunst. Kunst und Politik im Nationalsozialismus“, die in Bochum entstanden ist und seit wenigen Tagen im Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg zu sehen ist.

Am Beispiel von künstlerischen Werken, die mit dem Komplex des Konzentrationslagers Flossenbürg verknüpft sind, nähert sich Dr. Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, diesen kritischen Überlegungen an. Er geht dabei auch auf die aktuelle Ausstellung „artige Kunst. Kunst und Politik im Nationalsozialismus“ ein und auf die Frage, ob und wie Kunst aus Konzentrationslagern ausgestellt werden kann. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, der Museumseintritt inklusive Ausstellungsbesichtigung beträgt 6 Euro, bzw. 4 Euro ermäßigt.