28.07.2019

Themenrundgang: Täter im KZ Flossenbürg

28. Juli 2019, 15 Uhr

Im Mai 1938 wird zum ersten Mal die SS-Fahne am Standort Flossenbürg aufgezogen. Theodor Eicke, der Inspekteur der Konzentrationslager, schickt als Urlaubsgruß Fotos an seinen Vorgesetzten, den Reichsführer SS Heinrich Himmler. Postkarten aus Flossenbürg 1938, Bundesarchiv Berlin

Rundgang mit Julius Scharnetzky, M.A., wissenschaftlicher Mitarbeiter in der der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.

Im Konzentrationslager Flossenbürg werden mindestens als 379 Männer von der SS als Homosexuelle registriert. Nachweislich 95 von ihnen sterben im Lager. Sie sind nicht nur gewalttätigen Übergriffen durch die SS ausgesetzt, sondern werden auch durch andere Insassen bedroht.  Auch nach 1945 ist Homosexualität in beiden deutschen Staaten ein strafbares Delikt. Dadurch sind viele der Männer, die die Lagerhaft überlebt haben, erneut von Verfolgung betroffen. Der Rundgang über das Gelände der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg erzählt die Geschichte des Ortes und vermittelt zentrale Aspekte der Verfolgung von Homosexuellen im Nationalsozialismus.

Treffpunkt: vor der ehemaligen Lagerwäscherei
Die Teilnahme ist kostenlos.