13.10.2019

Themenrundgang: Homosexuelle Häftlinge im KZ Flossenbürg

13. Oktober 2019, 15 Uhr

Richard Grune: Unterernährte Gefangene im Bad, 1945. KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Grune ist wegen Homosexualität inhaftiert

Rundgang mit Julius Scharnetzky, M.A., wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Bildungsabteilung der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Im Konzentrationslager Flossenbürg werden mindestens als 379 Männer von der SS als Homosexuelle registriert. Nachweislich 95 von ihnen sterben im Lager. Sie sind nicht nur gewalttätigen Übergriffen durch die SS ausgesetzt, sondern werden auch durch andere Insassen bedroht.  Auch nach 1945 ist Homosexualität in beiden deutschen Staaten ein strafbares Delikt. Dadurch sind viele der Männer, die die Lagerhaft überlebt haben, erneut von Verfolgung betroffen. Der Rundgang über das Gelände der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg erzählt die Geschichte des Ortes und vermittelt zentrale Aspekte der Verfolgung von Homosexuellen im Nationalsozialismus.

Treffpunkt: vor der ehemaligen Lagerwäscherei
Die Teilnahme ist kostenlos.