13.03.2019

Vortrag: Granit und Bildhauerei: Material, Geschichte, Bedeutung - Fritz Koenig und Karl Prantl im Vergleich

13. März 2019, 19 Uhr

Fritz Koenigs »Klagebalken« (1995) für die Opfer des Münchner Olympia-Attentats 1972, gefertigt aus Flossenbürger Granit. Foto: Skulpturenmuseum im Hofberg, Landshut

Vortrag von PD Dr. Christian Fuhrmeister (Zentralinstitut für Kunstgeschichte München) im Begleitprogramm zur Wechselausstellung »Fritz Koenig - Zeichen der Erinnerung«.

Die reichen Granitvorkommen waren der Grund für die Errichtung eines Konzentrationslagers in Flossenbürg. In seinem Vortrag skizziert der Münchner Kunsthistoriker Dr. Christian Fuhrmeister die Bedeutung des Natursteins im 19. und 20. Jahrhundert und fragt danach, welche Rolle der (Flossenbürger) Granit im Schaffen der Bildhauer Fritz Koenig und Karl Prantl spielte: Beide entwickelten eine sehr eigene Weise des Umgangs mit diesem Material. So wählte Fritz Koenig immer wieder Granit aus dem Steinbruch Plattenberg in Flossenbürg für seine Werke. Das wohl bekannteste Beispiel ist das Denkmal für die Opfer des Olympia-Attentats 1972 in München aus dem Jahr 1995. Dr. Christian Fuhrmeister stellt Fritz Koenigs Materialverwendung und -bearbeitung der Auseinandersetzung des österreichischen Künstlers Karl Prantl gegenüber. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie natur- und zeithistorische Ereignisse und Prozesse im Oeuvre der beiden Bildhauer thematisiert werden.

Veranstaltungsort:
Veranstaltungssaal im Bildungszentrum der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Silberhüttenstraße 42, 92696 Flossenbürg
Eintritt: frei