29.11.2018

Vortrag: Kunst und Architektur der Erinnerung, 29.11.2018

Wettbewerbsentwurf von Fritz Koenig für das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, 1994. Foto: Skulpturenmuseum im Hofberg, Landshut

Vortrag von Dr. Ing Günter Schlusche, Stiftung Berliner Mauer, im Begleitprogramm zur Wechselausstellung »Fritz Koenig - Zeichen der Erinnerung«

Die Auseinandersetzung mit Erinnerung und Gedenken war ein zentrales Motiv im Schaffen des 2017 verstorbenen Künstlers Fritz Koenig. 1993 wurde er zur Teilnahme an dem öffentlich ausgelobten künstlerischen Wettbewerb für ein »Denkmal für die ermordeten Juden Europas« in Berlin eingeladen. Der Entwurf, den er zusammen mit dem Architekten Christoph Hackelsberger entwickelte, wurde mit dem 3. Preis ausgezeichnet. Nach einer langwierigen und kontroversen Diskussion wurde 1997 ein zweiter Wettbewerb für das Denkmal ausgelobt. Fritz Koenig lehnte eine erneute Beteiligung ab. In seinem Vortrag beleuchtet Günter Schlusche die Debatte um das Denkmal für die ermordeten Juden Europas im Kontext der Entwicklung von Kunst und Architektur der Erinnerung in Deutschland und anderen Ländern Europas.

Günter Schlusche ist Architekt und Stadtplaner und als Projektleiter bei der Stiftung Berliner Mauer tätig. Von 1996 bis 2005 war er Planungs- und Baukoordinator für das Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

Veranstaltungsort:
Veranstaltungssaal im Bildungszentrum der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Silberhüttenstraße 42, 92696 Flossenbürg
Beginn: 19 Uhr
Eintritt: frei