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Absage der Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Befreiung

Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg hat sich angesichts der aktuellen Lage im Zusammenhang mit der Verbreitung des Corona-Virus entschlossen, sämtliche Gedenkfeiern und auch das Rahmenprogramm rund um den 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Flossenbürg zwischen dem 23. und dem 26. April abzusagen. Diese schwere Entscheidung fiel in engster Abstimmung mit der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, den zuständigen Behörden, den Leitungen der anderen KZ-Gedenkstätten in Deutschland, vor allem aber mit den Vertretern ehemaliger Häftlinge und ihren Angehörigen.

„Wir bedauern diese Situation zutiefst und sie hinterlässt bei uns allen eine große Traurigkeit“ fasst der Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Dr. Jörg Skriebeleit, die Stimmung aller an den bisherigen Planungen Beteiligten zusammen. „Die Absage war alternativlos. Aus Fürsorge gegenüber unseren Gästen konnten wir keine andere Entscheidung treffen“.

Für den geplanten Gedenkakt am 26. April hatten sich mehr als 1.000 Gäste aus aller Welt angemeldet, darunter zwei Dutzend ehemalige Häftlinge und mehrere hundert Angehörige. Ob und wie der 75. Jahrestag der Befreiung des KZ Flossenbürg politisch und medial angemessen gewürdigt werden kann, wird gegenwärtig beraten.


Flossenbürg, 11. März 2020