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#everynamecounts: Kooperation zwischen den Arolsen Archives und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Die Arolsen Archives erschließen zum ersten Mal gemeinsam mit einer großen KZ-Gedenkstätte eine einzigartige Dokumenten-Sammlung über zehntausende NS-Verfolgte: Auf sogenannten Effektenkarten erfasste die SS wichtige Informationen über KZ-Häftlinge – häufig letzte Spuren ihres Lebens. Die mehr als 50.000 Effektenkarten aus dem KZ Flossenbürg enthalten zudem Informationen über Verfolgungswege von KZ-Häftlingen oder über deren nächste Angehörige, die nur an dieser Stelle überliefert wurden.

»Mit der digitalen Erfassung dieser Informationen schaffen wir eine Grundlage für weitere Erschließungs- und Forschungsprojekte. Außerdem ermöglichen wir die Analyse großer Datenbestände mit den neuen Methoden der Digital Humanities.« Prof. Dr. Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Der Bestand aus dem KZ Flossenbürg steht nun auf der Crowdsourcing-Plattform #everynamecounts bereit: Freiwillige helfen, die Informationen zu digitalisieren, damit sie für Angehörige sowie Forschung und Bildung nutzbar sind. Von der #enc-Kooperation profitieren beide Partner: Sie können die digitalen Informationen in ihre Datenbanken einspeisen und damit neues Wissen über Verfolgungswege und die Häftlinge aus Flossenbürg bereitstellen.

»Bei dieser Kooperation bringen wir das Wissen der Arolsen Archives und der Gedenkstätte Flossenbürg mit dem Engagement der #enc-Freiwilligen zusammen. Gemeinsam machen wir neue Daten über Zehntausende KZ-Häftlinge zugänglich. Die Erinnerung heute lebt von solchen Projekten.« Floriane Azoulay, Direktorin der Arolsen Archives


#enc-Workshop in der Gedenkstätte Flossenbürg
Zum Auftakt der #everynamecounts-Kooperation zwischen den Arolsen Archives und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg haben 16 Studierende aus ganz Europa die ersten Effektenkarten bearbeitet. Sie kamen im April 2022 bei einem internationalen Begegnungsprogramm der KZ-Gedenkstätte zusammen und nahmen an einem #everynamecounts-Workshop teil. Mitarbeiter*innen der Arolsen Archives und der Gedenkstätte stellten ihnen das Projekt vor und begleiteten die Studierenden beim Indizieren auf der Crowdsourcing-Plattform Zooniverse.

Helfen Sie mit, die Informationen auf den Effektenkarten zu sichern. Besuchen Sie dafür #everynamecounts

Mehr Informationen zum Projekt erhalten Sie hier.