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Ausstellungseröffnung "Der kalte Blick. Letzte Bilder jüdischer Familien aus dem Ghetto von Tarnów" mit Abendvortrag

12.05.2022, 18:00 Uhr

Ende 1941 entwickelten zwei Wiener Wissenschaftlerinnen ein Projekt zur „Erforschung typischer Ostjuden“. Mit „kaltem Blick“ fotografierten sie im März 1942 in der deutsch besetzten polnischen Stadt Tarnów mehr als hundert jüdische Familien, insgesamt 565 Männer, Frauen und Kinder. Die Ausstellung dokumentiert zum einen das ehrgeizige Vorgehen der beiden Wissenschaftlerinnen. Zum anderen erzählt sie vom Leben der jüdischen Bevölkerung in Tarnów vor 1939 und von deren Ermordung unter deutscher Herrschaft. Tarnów steht dabei exemplarisch für die Verfolgung und Vernichtung hunderter jüdischer Gemeinden in dem von Deutschen beherrschten und terrorisierten Polen.


Zur Eröffnung sprechen:

Prof. Dr. Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Dr. Andrea Riedle
, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors
Dr. Margit Berner
, Kuratorin und Mitarbeiterin des Naturhistorischen Museums Wien


Anschließend Rundgang durch die Ausstellung.

Veranstaltungsort: Foyer der ehemaligen Häftlingsküche