Schlackenwerth (Ostrov) subcamp

17. Mai 1943 bis 19. oder 20. April 1945

Prisoners

Zehn Männer werden gemeinsam mit der SS-Kleiderkasse nach Luftangriffen aus Berlin nach Ostrov nad Ohří verlagert. Ab Juni 1943 arbeiten 90 Häftlinge aus Flossenbürg, Ende 1944 sind es 120. Neben 40 Polen und 28 Russen sind darunter 19 tschechische, 15 deutsche, sowie französische, italienische und Häftlinge aus sechs weiteren Ländern.

Forced labor and quarters

Renovierung und Umbauarbeiten an dem baufälligen Schloss, in dem die SS-Kleiderkasse untergebracht ist; Transport und Einlagerung von Material für die Kleiderkasse; Schneider- und Schusterarbeiten; Lösch- und Reparaturarbeiten beim Brand des Schlosses. Zuerst sind die Gefangenen im oberen Stock des Schlosses einquartiert; nach einem Brand im Schloss dann im oberen Stockwerk eines Gasthauses.

Guards

Drei Unteroffiziere, 24 SS-Männer. Kommandoführer Edmund Fieger ist als brutal gefürchtet. So lässt er zwei Häftlinge nach einem Fluchtversuch erhängen. Der Chef der SS-Kleiderkasse, Bernlochner, verhält sich gegenüber den Häftlingen menschlich.

Death toll

Neun Todesfälle sind in den Nummernbüchern verzeichnet.

Disbanding of the camp / end of the war

Am 19. oder 20. April 1945 verlässt ein Häftlingstransport Schlackenwerth und erreicht am folgenden Tag das Außenlager Leitmeritz. Nur zehn Häftlinge und einige SS-Männer bleiben zurück. Die SS-Männer begeben sich in amerikanische Gefangenschaft. Am 12. Mai erreicht die sowjetische Armee Schlackenwerth.

Commemoration

Seit 1962 befindet sich am Haupteingang des Schlosses eine Gedenktafel.
Schlackenwerth (Ostrov) - Bild 1Schloss Schlackenwerth, 2002.Schlackenwerth (Ostrov) - Bild 2Gedenktafel am Eingang des Schlosses Schlackenwerth, 2002.