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Lesung mit Robert Domes

31.01.2023, 19:30 Uhr

Erst 2020 beschließt der Bundestag, sogenannte „Berufsverbrecher“ und „Asoziale“ als Opfer des NS-Regimes anzuerkennen. Persönliche Zeugnisse gibt es kaum und das Erinnern an sie kann herausfordernd sein.

In seinem Roman „Waggon vierter Klasse“ widmet sich der Autor und Journalist Robert Domes dieser lange verdrängten Thematik. Ausgangspunkt der Erzählung ist ein ausrangierter Bahnwaggon in einem bayerischen Dorf. Dort wird im Sommer 1948 das 16-jährige Flüchtlingsmädchen Martha aus Ostpreußen mit ihrer Familie untergebracht. Der frühere Bewohner Alois Roth war während der Zeit des Nationalsozialismus spurlos verschwunden. Als Martha mehr über sein Schicksal herausfinden möchte, stößt sie bei den Bewohnern des Dorfes auf Schweigen.

Domes verknüpft die Geschichte von Martha und Alois Roth, der aufgrund seines Lebenswandels von den Nationalsozialisten verhaftet und im Konzentrationslager inhaftiert wird. Dabei skizziert er Roths Lebensweg, dessen Figur ein wahres Vorbild hat, und stellt die Frage nach Verdrängen und Schuld in der deutschen Nachkriegsgesellschaft.

Die Lesung findet am 31. Januar um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Pustet in Regensburg (Gesandtenstr. 6–8) statt. Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Am 31. Januar 2023 um 19.30 Uhr

Buchhandlung Pustet, Regensburg, Gesandtenstr. 6-8

Eintritt frei