24.07.2019

Ausstellungseröffnung „Strukturen der Vernichtung. Die Außenlager des KZ Flossenbürg heute. Fotografien von Rainer Viertlböck.“

23. Juli 2019, 18:00 Uhr Im ehemaligen DESt-Gebäude auf dem Gelände des früheren KZ-Steinbruchs (Wurmsteinweg 7, 92696 Flossenbürg)

Areal des ehemaligen Außenlagers Pottenstein, 2019, Foto: Rainer Viertlböck

Nach jahrzehntelangem Leerstand macht die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg das ehemalige Verwaltungsgebäude der Deutschen Erd- und Steinwerke (DESt) auf dem Areal des früheren KZ-Steinbruchs erstmals der Öffentlichkeit zugänglich. Als Pop-up-Projekt werden hier ab dem 23. Juli 2019 aktuelle Fotografien des Münchner Fotografen Rainer Viertlböck gezeigt. Auch wenn sich an den Orten in Bayern, Böhmen und Sachsen heute zum Teil noch Überreste der damaligen Lagerstrukturen identifizieren lassen, sind sie meist nicht mehr als Teil der Zwangsarbeits- und Vernichtungsmaschinerie im öffentlichen Bewusstsein. Die Ausstellung macht diese Orte kenntlich und dokumentiert die Präsenz des damaligen Systems der Konzentrations- und Außenlager im Alltag. Das Spektrum der gezeigten Orte reicht von weiterhin genutzten Fabrikgeländen und Betrieben bis hin zu Verwaltungsbauten und Schlössern oder auch Überbauungen mit Parkhäusern, Wohngebäuden und Supermärkten. Die Fotografien dokumentieren eindrucksvoll die heutigen Orte mit ihren jetzigen Nutzungen und geben so ein aktuelles Bild vom Umgang mit der Vergangenheit.

Zur Ausstellungseröffnung sprechen:

Dr. Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Prof. Dr. Udo Hebel, Präsident der Universität Regensburg
Nicola Borgmann, Kuratorin und Architektin, Architekturgalerie München

Die Ausstellung ist ab dem 24. Juli 2019 bis 6. Oktober 2019 täglich zwischen 10:00 Uhr und 17:00 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist kostenfrei.