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Information

Das digitale Totenbuch enthält die bislang bekannten Namen von über 21.000 (von insgesamt ca. 30.000) Häftlingen, die im Konzentrationslager Flossenbürg und seinen Außenlagern in Bayern, Böhmen und Sachsen umgekommen sind. Die Opfer der Todesmärsche konnten nur ansatzweise identifiziert werden. Auch nach der Befreiung starben noch viele ehemalige Häftlinge an den Folgen der Haftbedingungen. Die Einträge im Totenbuch reichen vom ersten Toten am 21. Mai 1938 bis zum Kriegsende am 8. Mai 1945.
Bei den angegebenen Nummern handelt es sich ausschließlich um Haftnummern des KZ Flossenbürg und um Erkennungsmarkennummern von Kriegsgefangenen der Wehrmacht. Zahlreiche Menschen wurden aber auch ohne eine Haftnummer inhaftiert oder ermordet.

Die wichtigsten zugrunde liegenden Quellen sind:

  • Die acht Bände der Nummernbücher des KZ Flossenbürg aus den US National Archives, Washington D.C.
  • Die Effektenkarten zu fast allen mit einer Haftnummer registrierten Häftlingen aus dem Archiv des Internationalen Suchdienstes in Bad Arolsen
  • Die vier Bände der Flossenbürg-Dokumentation der 3. US-Armee vom September 1945 aus den National Archives, Washington D.C.
  • Transportlisten, u. a. aus dem Archiv des Internationalen Suchdienstes in Bad Arolsen, der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem und dem Centre d'Études et de Documentation "Guerre et Sociétés contemporaines" in Brüssel
  • Dokumente der Wehrmachtauskunftstelle in ehemaligen sowjetischen Militärarchiven, v. a. im Zentralarchiv des Verteidigungsministeriums der Russischen Föderation in Podolsk
  • Sterbebescheinigungen der SS-Standortärzte des KZ Flossenbürg aus dem Standesamt der Gemeinde Flossenbürg
  • Eine Gräberliste zum Ehrenfriedhof der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und diverse weitere Gräberlisten
  • Datenbanken anderer Institutionen, die sich mit der Digitalisierung von Opferdaten der NS-Zeit beschäftigen
  • Zahlreiche wertvolle Hinweise und Informationen von Familienangehörigen

Die Liste der Namen ist das Ergebnis einer umfangreichen fortlaufenden Quellenauswertung seit dem Jahr 2000, in dem die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg als wissenschaftliche Einrichtung gegründet wurde.