KZ-Außenlager Hersbruck, Lagerplan über Luftbild 1945
KZ-Außenlager Hersbruck, Lagerplan über Luftbild 1945

Ab Juli 1944 hält die SS in Hersbruck KZ-Häftlinge auf dem Areal einer leer stehenden Kaserne des Reichsarbeitsdienstes gefangen.

Reichsarbeitsdienstkaserne mit Turnhalle, 1936<br /><br />Die Turnhalle ist das erste Quartier für die Häftlinge. Daneben entsteht ein großes Barackenlager.
Hersbruck, Reichsarbeitsdienstkaserne mit Turnhalle, 1936

Östlich der Kaserne entsteht eines der größten Außenlager des KZ Flossenbürg mit über dreißig Baracken und anderen Gebäuden. Die Kaserne selbst dient als SS-Kommandantur. Bis zur Räumung des KZ-Außenlagers im März 1945 sind in Hersbruck über 9.000 Häftlinge gefangen.

Nach der Befreiung dient das Areal als Internierungslager für SS-Angehörige, später als Lager für Flüchtlinge. Anfang der fünfziger Jahre lässt die Stadt Hersbruck die Baracken abreißen. Auf dem Gelände wird eine Wohnsiedlung und ein Tennisplatz gebaut. Nichts soll mehr an das KZ-Außenlager erinnern.


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