Gedächtnisallee 5
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Öffentlicher Themenrundgang: Von der Polizeihaft ins KZ – Erste Häftlinge im KZ Flossenbürg

19.07.2026, 15:00 Uhr

  • Josef Krautmann mit seiner Tochter (stehend, Zweiter von rechts) und Freunden im Januar 1937, Privatbesitz. Aufgrund mehrerer Vorstrafen wird Krautmann im Juli 1938 als „Vorbeugungshäftling“ in das KZ Flossenbürg eingewiesen, wo er im Mai 1941 verstirbt.

Ab 1937 dienen die Lager nicht mehr nur dazu, um politische Gegner zu inhaftieren. Reichsweit verhaftet die Kriminalpolizei im Rahmen „polizeilicher Vorbeugungshaft“ zehntausende Menschen mit Vorstrafen und weist diese als „Berufsverbrecher“ in die Lager ein. Den Verhaftungswellen fallen ab 1938 auch Männer und Frauen zum Opfer, die den Machthabern als „asozial“ gelten. Der Themenrundgang stellt die Geschichten dieser Menschen in den Fokus. Dabei wird deutlich, dass die Vorstellungen der Nationalsozialisten von „Kriminalität“ und „Asozialität“ ihre Wurzeln vor 1933 hatten und gleichsam weit über 1945 hinauswirkten, wodurch den einst Verfolgten bis 2020 die gesellschaftliche Anerkennung als Opfer verwehrt blieb.

Am 19. Juli um 15.00 Uhr 

Teilnahme kostenfrei

Treffpunkt vor der ehemaligen Wäscherei