27.09.2026, 19:00 Uhr
Ein Stück über Wut, Angst und Feuer.
Solingen, Hoyerswerda, Eberswalde, Hanau, Mölln oder Halle. Diese Orte werden genannt, wenn es um rechtsextremistische Anschläge nach dem Zweiten Weltkrieg geht. Doch bis heute ist es weitgehend unbekannt, dass sich der erste rassistisch motivierte Brandanschlag in der Bundesrepublik Deutschland in Schwandorf ereignet hat. Am 17. Dezember 1988 steckte der stadtbekannte Neonazi Josef Saller das Habermeier-Haus an der Ecke Schwaiger-/Postgartenstraße in Brand. Vor Gericht lieferte er später den Grund: Er hasste eben Ausländer. Vier Menschen starben: Osman Can (50), Fatma Can (43), Mehmet Can (12), Jürgen Hübener (47).
Doch wieso taten sich Stadt und Region lange Zeit so schwer, das Verbrechen aufzuarbeiten? Warum waren einflussreiche Personen lieber darum bemüht, das Geschehene unter den Teppich zu kehren, als ein Zeichen gegen rechte Gewalt zu setzen? Was in Schwandorf passierte, kann stellvertretend für ganz Deutschland stehen, wo nach Angaben der Amadeu Antonio Stiftung seit der Wiedervereinigung weit über 200 Menschen Opfer rechter Gewalt wurden.
In einem Klima, in welchem rechte Parteien immer stärker werden, sich Hass, Hetze, Lügen und stumpfe Parolen wie Lauffeuer verbreiten, ist es auch für uns umso wichtiger, ein Zeichen zu setzen.
Mit der Inszenierung möchte die Theatergruppe OVIGO dazu aufrufen, nicht wegzuschauen, nicht zu vergessen, stattdessen zu erinnern.
Montag, 27. September 2026
19.00 Uhr
Veranstaltungsaal im Bildungszentrum der KZ-Gedenkstätte
Eintritt frei
Ein Stück der Theatergruppe OVIGO
