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Außenlager Plauen (Industriewerke AG)

September 1944 – 14. April 1945

  • Ehemalige Industriewerke in Plauen, 2018 (KZ-Gedenkstätte Flossenbürg / Foto: Rainer Viertlböck). Die Textilfabrik steht seit Jahren leer.

  • Plan des Dachgeschosses der Industriewerke, 27. September 1944 (Landesarchiv Berlin). In dem mit „Lager“ gekennzeichneten Raum sind die Häftlinge untergebracht, direkt neben ihren Arbeitsplätzen.

Häftlinge

300 Frauen aus dem KZ Auschwitz, davon über 200 Polinnen, 40 Russinnen, 35 Italienerinnen, 4 Jugoslawinnen und eine Kroatin.

Zwangsarbeit und Unterbringung

Wegen Typhusverdacht kommen die Frauen zunächst drei Wochen in Quarantäne. Danach arbeiten sie in der Herstellung verschiedener Lampentypen für die Firma Osram; nach Bombenangriffen Einsatz zu Aufräumarbeiten.

Im Dachgeschoss der Industriewerke, einer stillgelegten Textilfabrik, sind die Frauen einquartiert, die Häftlingsküche ist im Keller eingerichtet.

Bewachung

Oberaufseherin Hildegard Naujokat und 18 Aufseherinnen. Kommandoführer Dziobaka ist für alle drei Außenlager in Plauen verantwortlich.

Todesopfer

Keine Toten nachgewiesen

Auflösung / Kriegsende

Das Lager wird am 14. April 1945 geräumt, die Häftlinge werden in Richtung Karlsbad (Karlovy Vary) getrieben und nach einem langen Todesmarsch bei Tachau (Tachov) befreit.

Heutige Gedenkzeichen

Keine